In Bamberg begegnen uns auf vielen Grundstücken fluviatile Sande und Kiese der Regnitz und des Mains, die eine hohe Wasserdurchlässigkeit aufweisen. Für Bauherren und Planer ist es daher entscheidend, den kf-Wert genau zu kennen, bevor sie eine Baugrube entwässern oder eine Versickerungsanlage dimensionieren. Unser Labor-Durchlässigkeitsversuch liefert diese Kennzahl unter kontrollierten Bedingungen – entweder als Versuch mit fallender oder konstanter Druckhöhe, je nach Bodenart. So vermeiden Sie spätere Überraschungen durch unerwartete Wasserbewegungen im Untergrund und sparen Zeit bei der Genehmigung von Wasserrechtsverfahren.

In den Tallagen Bambergs entscheiden wenige Zehntel Millimeter Korngröße über die Wirtschaftlichkeit einer Baugrubenentwässerung – der kf-Wert ist der Schlüssel.
Arbeitsumfang in Bamberg
Kritische Bodenfaktoren in Bamberg
Bamberg liegt in einer Zone mit mäßiger Erdbebengefährdung (DIN EN 1998-1, Erdbebenzone 1). Bei einem Bauvorhaben am Hang zum Kaulberg kann ein unzureichend bekannter kf-Wert zu Hangrutschungen führen, wenn sich durch Starkregen ein Porenwasserüberdruck aufbaut. Unser Labor-Durchlässigkeitsversuch liefert die Daten, um solche Risiken im Rahmen einer Standsicherheitsanalyse für Böschungen zu bewerten. Zudem hilft der Versuch, Setzungsschäden durch nachträgliche Wassersättigung von Lössen (wie im Osten der Stadt) zu vermeiden.
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Wir bieten drei spezifische Varianten des Labor-Durchlässigkeitsversuchs an, die auf die Böden Bambergs abgestimmt sind:
Konstanter Druck – für durchlässige Kiese und Sande
Geeignet für die grobkörnigen Flusssedimente der Regnitzniederung. Wir messen den kf-Wert unter einem konstanten hydraulischen Gradienten und erhalten reproduzierbare Ergebnisse für Dränplanung und Versickerungsanlagen.
Fallender Druck – für schluffige und tonige Böden
Optimiert für die bindigen Deckschichten auf den Höhenrücken Bambergs. Der Versuch mit fallender Druckhöhe erfasst auch geringe Durchlässigkeiten und liefert verlässliche Werte für Abdichtungsmaßnahmen.
Triaxial-Durchlässigkeitsversuch
Kombination aus Triaxialversuch und Permeabilitätsmessung – ideal, wenn der kf-Wert unter definierten Spannungszuständen ermittelt werden muss, etwa für Dammbauwerke oder tiefe Baugruben in Bamberg.
FAQ
Was kostet ein Labor-Durchlässigkeitsversuch in Bamberg?
Der genaue Preis hängt von der Probenart (gestört/ungestört), dem gewählten Verfahren (fallender/konstanter Druck) und der Anzahl der parallel geprüften Proben ab. Wir erstellen Ihnen gern ein individuelles Angebot.
Welche Norm gilt für den Labor-Durchlässigkeitsversuch in Deutschland?
In Deutschland ist die DIN 18130-1 die maßgebliche Norm für den Laborversuch. Zusätzlich wird die DIN EN ISO 17892-11 angewendet, die internationale Anforderungen an Durchlässigkeitsversuche an Bodenproben definiert. Beide Normen stellen sicher, dass die Ergebnisse in ganz Europa vergleichbar sind.
Wann wird der Versuch mit fallender und wann mit konstanter Druckhöhe gewählt?
Das Verfahren mit konstanter Druckhöhe wird bei gut durchlässigen Böden (kf > 10⁻⁵ m/s) wie Sanden und Kiesen eingesetzt. Der Versuch mit fallender Druckhöhe eignet sich für gering durchlässige Böden (kf < 10⁻⁵ m/s) wie Schluffe und Tone. In Bambergs Tallagen dominieren Kiese – hier kommt meist das konstante Verfahren zum Zug.
Kann der Laborversuch die Felddurchlässigkeit eines Bodens ersetzen?
Nein, der Laborversuch liefert den kf-Wert an einer kleinen, gestörten oder ungestörten Probe. Er bildet nicht die natürliche Schichtung, Klüftung oder Makroporen ab. Für eine realistische Einschätzung der Geländedurchlässigkeit empfehlen wir ergänzend einen Feldversuch (z. B. Pumpversuch oder Infiltrometertest). Beide Verfahren zusammen ergeben ein vollständiges Bild.