Die Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) regelt die Sanierung kontaminierter Böden in Deutschland. In Bamberg ist dieses Thema besonders relevant, weil historische Industriebetriebe und die Lage am Obermain zu typischen Schadstoffbelastungen wie PAK, MKW und Schwermetallen geführt haben. Unser Labor führt orientierende und detaillierte Untersuchungen durch, bevor ein Sanierungsplan erstellt wird. Die Probenahme erfolgt nach DIN 19747 und LAGA-Richtlinien. Für tiefere Schichten kombinieren wir die Bodenuntersuchung mit geotechnischen Erkundungen, um den Untergrund vollständig zu bewerten.

In Bambergs Auenböden sind Chrom und Arsen aus Gerbereien bis 1,5 m Tiefe nachweisbar – eine präzise Horizontierung entscheidet über den Sanierungserfolg.
Arbeitsumfang in Bamberg
- Rammkernsondierungen zur Schadstoffhorizontierung
- Bodenluftmessungen auf leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe (LCKW)
- Eluatanalysen nach DIN 19528 zur Mobilitätsabschätzung
Kritische Bodenfaktoren in Bamberg
Die Böden in Bamberg sind überwiegend Auenlehm und Flusssande mit geringer Durchlässigkeit (kf 10⁻⁵ bis 10⁻⁷ m/s). Der Grundwasserflurabstand liegt bei nur 1,5 bis 3,0 Metern. Bei einer Sanierung kontaminierter Böden besteht das Risiko, dass Schadstoffe durch Aushub oder Grundwasserabsenkung mobilisiert werden. Feine Schluffanteile neigen zur Verschlämmung von Drainagen. Unser Labor simuliert diese Prozesse im Eluatversuch und gibt klare Grenzwerte für den Aushub vor. So vermeiden Sie unerwartete Mehrkosten und Verzögerungen.
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Wir bieten drei auf Bamberg abgestimmte Leistungspakete zur Sanierung kontaminierter Böden an.
Orientierende Erkundung (Phase 1)
Historische Recherche, Sichtung von Altlastenkatastern, 5–10 Rammkernsondierungen auf dem Gelände. Laboranalytik auf PAK, MKW, BTEX, LCKW und Schwermetalle. Lieferung eines Gefährdungsabschätzung nach BBodSchV.
Detaillierte Erkundung (Phase 2)
Erweiterung des Messrasters, Grundwasserprobennahme, Bodenluftmessungen und Eluatanalysen. Erstellung eines Sanierungszielwerts und eines Maßnahmenkatalogs für den Aushub oder die In-situ-Behandlung.
Sanierungsbegleitung und Beprobung
Baubegleitende Analytik während des Aushubs, Deklarationsanalytik für die Deponieanlieferung, Beprobung von Bodensieblinien und kontaminationsfreiem Untergrund. Abschlussdokumentation für die Behörde.
FAQ
Wann ist eine Sanierung kontaminierter Böden in Bamberg gesetzlich vorgeschrieben?
Wenn der Prüfwert der BBodSchV für den jeweiligen Schadstoff und die Nutzungsart (Wohngebiet, Industrie) überschritten wird. In Bamberg betrifft das vor allem ehemalige Gewerbeflächen entlang des Mains. Die Stadt führt ein Altlastenkataster, das vor Baumaßnahmen eingesehen werden muss.
Welche Sanierungsverfahren kommen in den Auenböden Bambergs typischerweise zum Einsatz?
Aufgrund des hohen Grundwasserstands und der geringen Durchlässigkeit bevorzugen wir den kontrollierten Aushub mit Deponierung oder thermische Bodenbehandlung. Bei geringer Belastung ist eine biologische Sanierung über aktivierte Mikroorganismen möglich. In-situ-Verfahren wie Bodenluftabsaugung sind nur bei sandigen Lagen effektiv.
Was kostet eine Sanierung kontaminierter Böden in Bamberg?
Hinzu kommen Aushub- und Entsorgungskosten, die stark vom Deponiepreis abhängen. Ein genaues Angebot erstellen wir nach der orientierenden Erkundung.
Wie lange dauert eine Altlastenuntersuchung in Bamberg?
Eine orientierende Erkundung (Phase 1) ist in 2–3 Wochen abgeschlossen, inklusive Laboranalytik. Die detaillierte Erkundung (Phase 2) dauert 4–6 Wochen, da Grundwasser- und Bodenluftmessungen längere Standzeiten erfordern. Die Sanierungsbegleitung erfolgt parallel zum Baufortschritt.