Ein Betreiber einer Altdeponie im Landkreis Bamberg stand vor der Frage, ob die stillgelegte Kippe saniert oder nachgenutzt werden kann. Die Geotechnik von Deponien in Bamberg umfasst dabei weit mehr als eine einfache Baugrunduntersuchung. Entscheidend sind die langfristige Standsicherheit der Böschungen, die Dichtigkeit des Untergrunds und das Setzungsverhalten unter Eigengewicht. Wir kombinieren dafür Rammsondierungen mit Kernbohrungen und ergänzen die Aussagen durch Permeabilitätsversuche vor Ort, um die Durchlässigkeit der anstehenden Tonschichten quantitativ zu bestimmen. Erst mit diesen Daten lässt sich eine verlässliche Sickerwasserprognose erstellen.

Die langfristige Standsicherheit einer Deponie hängt entscheidend von der korrekten Erfassung der Scherparameter des Untergrunds ab – eine einmalige Fehleinschätzung kann Jahrzehnte später zu Böschungsbrüchen führen.
Arbeitsumfang in Bamberg
Kritische Bodenfaktoren in Bamberg
Nach Deponieverordnung (DepV) und den Technischen Regeln der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) ist für jede Deponie in Bamberg der Nachweis der langfristigen Standsicherheit zu führen. Das spezifische Risiko liegt hier in den weich- bis steifplastischen Tonen des Keupers unterhalb der Kippen. Diese bindigen Böden reagieren empfindlich auf Wassersättigung und können unter Dauerlast kriechen, was die Gleitsicherheit der Böschung gefährdet. Werden diese Randbedingungen nicht korrekt modelliert, drohen Sanierungsverfügungen mit hohen Folgekosten – oder im Extremfall ein Böschungsbruch mit Freisetzung von Sickerwasser in das Grundwasser.
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Für Deponiebetreiber und Planungsbüros in Bamberg bieten wir zwei spezifische Leistungspakete an, die auf die lokalen geologischen Verhältnisse abgestimmt sind.
Standsicherheitsnachweis für Altdeponien
Bohrungen bis 30 m Tiefe auf dem Deponiekörper, Entnahme von ungestörten Proben aus der Basisabdichtung und dem Untergrund, Ermittlung der Scherparameter im Rahmenscherversuch sowie Gleitsicherheitsberechnung nach DIN 4084.
Sickerwasserprognose und Dichtheitsbewertung
Feldversuche zur Bestimmung der Durchlässigkeit (kf-Wert) in der ungesättigten Zone, Laborversuche an Tonmineralproben zur Quellfähigkeit sowie numerische Strömungsmodellierung zur Prognose des Schadstofftransports über 30 Jahre.
FAQ
Welche Unterlagen benötigen Sie für ein Angebot zur Geotechnik von Deponien in Bamberg?
Wir benötigen die Katasterunterlagen der Deponie (Lageplan, Schnitte, historische Ablagerungsmengen), Angaben zum Deponietyp (Hausmüll, Gewerbeabfall, Bauschutt) sowie ggf. vorhandene Grundwassermessstellen. Auf Basis dieser Daten erstellen wir ein maßgeschneidertes Untersuchungskonzept.
Wie lange dauert eine typische Untersuchung für eine Altdeponie in Bamberg?
Die Feldarbeiten (Bohrungen, Rammsondierungen, Grundwassermessungen) nehmen je nach Größe und Zugänglichkeit der Deponie 2 bis 5 Tage in Anspruch. Die anschließende Laborphase inklusive Scherversuche und Durchlässigkeitsbestimmungen dauert etwa 3 bis 4 Wochen. Der vollständige Gutachtenbericht liegt nach 6 bis 8 Wochen vor.
Was kostet ein geotechnisches Gutachten für eine Deponie in Bamberg?
Die Kosten liegen für eine Standarduntersuchung (3 Bohrungen, Rammsondierungen, Grundlabor) zwischen 1.760 und 8.370 Euro, abhängig von der Tiefe der Bohrungen und dem Umfang der Laborversuche. Eine detaillierte Sickerwasserprognose mit numerischer Modellierung kann den Aufwand auf bis zu 12.000 Euro erhöhen.