Die Regnitz fließt direkt durch Bamberg und hinterlässt in der nördlichen Tallage oft sandige Kiese mit hohem Grundwasserspiegel, während die Hanglagen des Steigerwalds auf Ton- und Mergelsteinen stehen. Genau diese Spanne zwischen durchlässigen Flussterrassen und dichten Schichten macht den Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Bamberg so relevant. Wir messen vor Ort, wie schnell Wasser tatsächlich durch den Boden sickert – nicht nur im Labor an einer gestörten Probe. Der Versuch liefert den kf-Wert in situ, also genau dort, wo später die Gründung oder die Abdichtung liegen wird. Für jede Tiefenstufe wird der Durchfluss bei konstantem oder fallendem Druck aufgezeichnet, je nach Methode nach Lefranc oder Lugeon. In Bamberg sehen wir oft, dass die gemessene Durchlässigkeit um den Faktor 10–100 von Laborwerten abweicht, weil grobe Kiese oder Klüfte im Labor nicht abgebildet werden. Deshalb setzen wir den Versuch direkt in der Baugrube oder im Bohrloch an.

Ein einzelner Feldversuch korrigiert die Planung oft um den Faktor 10 – Laborwerte allein reichen in Bambergs heterogenem Untergrund nicht.
Arbeitsumfang in Bamberg
- Messung bei konstanter Druckhöhe (Lefranc) für Lockergestein
- Druckstufenversuch (Lugeon) für geklüfteten Fels
- Ermittlung des kf-Werts in m/s
- Auswertung nach der Formel von Hvorslev oder USBR
Kritische Bodenfaktoren in Bamberg
In Bamberg sehen wir immer wieder, dass Bauherren auf eine reine Laborprobe vertrauen und dann beim Aushub plötzlich Wasser aus einer Sandlinie schießt. Der Felddurchlässigkeitsversuch verhindert solche Überraschungen: Wenn wir etwa im Bereich der ehemaligen Sandgruben am Kaulberg messen, zeigt sich oft eine hohe Durchlässigkeit, die im Labor nicht auftaucht. Das Risiko einer falsch dimensionierten Wasserhaltung oder einer undichten Baugrubenumschließung lässt sich damit deutlich reduzieren. Gerade bei Bauvorhaben in der Welterbezone mit engen Platzverhältnissen ist ein zuverlässiger kf-Wert vorab Gold wert.
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Wir bieten den Felddurchlässigkeitsversuch in Bamberg als eigenständige Leistung oder in Kombination mit weiteren Erkundungen an.
Lefranc-Versuch in Lockergestein
Konstanter oder fallender Druck in der offenen Bohrung – ideal für Kiese und Sande der Regnitz-Terrassen in Bamberg.
Lugeon-Versuch in Fels
Druckstufenversuch in Bohrlochpackern für Mergelstein und Sandstein der Keuper-Schichten im Stadtgebiet.
Kombinierte Erkundung inkl. Bohrung
Bohrung nach DIN EN ISO 22475-1 plus sofortiger Durchlässigkeitsversuch im selben Ansatz – spart Zeit und Kosten.
FAQ
Was kostet ein Felddurchlässigkeitsversuch in Bamberg?
Der Preis liegt je nach Tiefe, Zugänglichkeit und Verfahren zwischen 550 € und 870 € pro Versuchsstelle. Bei mehreren Messpunkten oder Kombination mit Bohrungen kann ein Paketpreis vereinbart werden.
Wann ist der Lefranc-Versuch dem Lugeon-Versuch vorzuziehen?
Der Lefranc-Versuch wird in Lockergestein eingesetzt – also in Sanden, Kiesen oder schluffigen Böden, wie sie in den Regnitzauen vorkommen. Der Lugeon-Versuch ist für geklüfteten Fels gedacht, etwa in den Keuper-Mergeln der Hanglagen Bambergs.
Wie genau ist der gemessene kf-Wert im Vergleich zum Labor?
Im Labor wird an gestörten Proben gemessen – im Feld erfassen wir die natürliche Schichtung, Klüfte und bevorzugte Fließwege. Abweichungen um den Faktor 10 bis 100 sind in Bambergs heterogenem Untergrund normal.
Muss ich vor dem Versuch eine Baugrube ausheben?
Nein. Der Versuch wird im Bohrloch durchgeführt – entweder in einer eigens abgeteuften Bohrung oder in einer bereits vorhandenen Aufschlussbohrung. Das minimiert den Eingriff auf der Baustelle.
Welche Normen gelten für den Felddurchlässigkeitsversuch in Deutschland?
Maßgeblich sind die DIN EN ISO 22282-3 für die Versuchsdurchführung sowie die DIN 18130-1 für die Auswertung. Die DGGT-Empfehlungen ergänzen die Praxis.