In-Situ-Prüfungen in Bamberg umfassen direkte Aufschlüsse des Baugrunds, die für die sandig-kiesigen Terrassenablagerungen des Mains und die Keuperschichten des Bamberger Beckens unerlässlich sind. Die Verfahren liefern verformungs- und durchlässigkeitsrelevante Kennwerte gemäß DIN EN ISO 22476 und den ergänzenden Regelungen der DIN 4020. Im urbanen Raum mit historischer Bausubstanz sichern wir mit dem Flachdilatometer-Versuch (DMT) zerstörungsarm Spannungszustände, während der Ménard-Druckversuch Steifemoduln für Gründungen in heterogenem Untergrund präzise auflöst.
Die Prüfungen begleiten sowohl flächige Infrastrukturvorhaben als auch komplexe Ingenieurbauwerke wie Brückenwiderlager und Tiefgaragen nahe der Altstadt. Für Versickerungsnachweise nach DWA-A 138 ergänzen wir das Portfolio gezielt mit dem Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) und dem Infiltrationstest (Porchet/Doppelring-Infiltrometer). So entsteht ein belastbares Baugrundmodell, das Sicherheit und Wirtschaftlichkeit vereint.

In den weichen Tonen Gaustadts kann die seismische Verstärkung das doppelte der Beschleunigung des freien Feldes erreichen.
Arbeitsumfang in Bamberg
- Messung des VS30-Profils mittels Oberflächenwellen
- Berechnung des Verstärkungsfaktors nach NEHRP-Klassifikation
- Berücksichtigung lokaler Topografie und Beckeneffekte
Kritische Bodenfaktoren in Bamberg
Die geologische Karte Bambergs zeigt eine heterogene Abfolge aus quartären Kiesen, Auenlehmen und Keupertonen. In den Tallagen des Main und der Regnitz können die weichen Bindeschichten bis zu 20 Meter mächtig werden. Fehlt eine Analyse der seismischen Verstärkung, unterschätzt man die tatsächlichen Erdbebenlasten oft um den Faktor 2 bis 3. Das Risiko reicht von unkontrollierten Rissen im Mauerwerk bis hin zu bleibenden Setzungen nach einem Beben. Gerade in den Bamberger Neubaugebieten am Stadtrand ist dieser Effekt nicht zu vernachlässigen.
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Wir bieten zur seismischen Beurteilung zwei spezialisierte Leistungen für Bamberg an:
Oberflächenwellen-Messung (MASW / ReMi)
Bestimmung des VS30-Profils entlang von Messlinien. Geeignet für Bauplätze ab 500 m². Liefert die Eingangsparameter für die Verstärkungsanalyse nach Eurocode 8.
Mikrotremor-HVSR zur Eigenfrequenzbestimmung
Einpunktmessung der Bodenunruhe. Ermittelt die dominante Frequenz des Standorts. Besonders wichtig für die Abstimmung von Gebäudeeigenfrequenz und Bodenresonanz.
FAQ
Was kostet eine Analyse der seismischen Verstärkung in Bamberg?
Die Kosten liegen je nach Umfang zwischen 990 und 2.130 Euro. Ein reines HVSR-Messprogramm für ein Einfamilienhaus ist günstiger als eine kombinierte MASW+HVSR-Untersuchung für ein Mehrfamilienhaus. Die genaue Kalkulation hängt von der Grundstücksgröße und der Anzahl der Messpunkte ab.
Welche Baugrundklassen kommen in Bamberg vor?
Nach DIN 4149 und EC 8 finden wir meist Klasse C (mitteldichte Sande und Kiese über weichen Tonen) in den Tallagen. Auf den Keuperhöhen im Osten der Stadt kann Klasse B (dichte Sandsteine) erreicht werden. Die Auenbereiche südlich des Hafens fallen teils in Klasse D.
Wie lange dauert die Messung vor Ort?
Eine reine HVSR-Messung benötigt etwa 30 Minuten pro Punkt. Eine MASW-Linie mit 24 Geophonen dauert inklusive Auf- und Abbau etwa 2 bis 3 Stunden. Die gesamte Feldkampagne für ein typisches Grundstück in Bamberg ist an einem Vormittag erledigt.
Wann ist eine Analyse der seismischen Verstärkung vorgeschrieben?
Nach DIN EN 1998-1 ist für Bauwerke der Bedeutungskategorie III und höher (z. B. Schulen, Krankenhäuser) eine Standortanalyse Pflicht. Auch bei weichen Böden (Klasse D) ab Gebäudehöhe über 12 Metern empfehlen wir dringend eine Verstärkungsanalyse. In Bamberg betrifft das vor allem den Bereich um die Regnitzwiesen.