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Bamberg, Germany

Geotechnische Entwässerungsbemessung in Bamberg

Der Grundwasserspiegel in Bamberg liegt vielerorts nur 1,5 bis 3 Meter unter Gelände, vor allem in den Altstadtbereichen nahe der Regnitz. Für eine zuverlässige geotechnische Entwässerungsbemessung in Bamberg müssen wir die räumliche Verteilung der Sande und Tone aus dem Keuper genau kennen. Unser Team bringt Erfahrung aus über 40 Projekten in der Region mit und arbeitet nach Eurocode 7. Bevor wir eine Drainageplanung erstellen, führen wir vor Ort Permeabilitätsmessungen im Feld durch, um die tatsächliche Durchlässigkeit der Schichten zu erfassen. Parallel dazu bestimmen wir im Labor die Korngrößenverteilung, denn nur so lässt sich das Risiko von Kolmation oder Feinsandtransport belastbar einschätzen.

Illustratives Bild von Geotechnische Entwässerungsbemessung in Bamberg
Bei kf-Werten unter 10⁻⁶ m/s versagen herkömmliche Dränagen – hier sind Sickerstränge mit Vliesummantelung zwingend erforderlich.

Arbeitsumfang in Bamberg

Unser Equipment für die geotechnische Entwässerungsbemessung in Bamberg umfasst einen vollhydraulischen Bohrwagen mit Schneckendurchmesser 200 mm sowie ein mobiles Standrohr-Piezometer-Set für Langzeitmessungen. Die Arbeiten laufen so:
  • Bohrung bis 8 m Tiefe mit durchgehender Bodenansprache nach DIN 4023
  • Einbau von zwei Druckmesssonden in unterschiedlichen Tiefen
  • Durchführung eines Open-End-Tests über vier Stunden
Aus den Daten berechnen wir den kf-Wert und dimensionieren die Dränage nach den Vorgaben der DWA-A 138. Für stark wechselnde Schichten ergänzen wir die Messung mit einer Baugrunduntersuchung mittels SPT, um die Lagerungsdichte der Sande zu verifizieren. Die Ergebnisse fließen direkt in die hydraulische Bemessung ein.
Geotechnische Entwässerungsbemessung in Bamberg
ParameterTypischer Wert
kf-Wert (Durchlässigkeit)10⁻⁴ bis 10⁻⁷ m/s je nach Schicht
Bemessungsregenr(15,1) nach KOSTRA-DWD 2020
Dränabstand2,5 m bis 6,0 m bei Rohrdurchmesser DN 100
Sickerrohrneigungmindestens 0,5 %
FilterstabilitätskriteriumD₁₅ Filter / d₈₅ Boden ≤ 5 nach Terzaghi
Einbautiefe DränageUK Rohr ≥ 0,8 m unter Frostgrenze

Kritische Bodenfaktoren in Bamberg

Ein mehrgeschossiger Wohnbau im Stadtteil Wunderburg wurde 2019 ohne geotechnische Entwässerungsbemessung realisiert. Die Bauherren verlegten eine einfache Kiesschicht um die Kelleraußenwand. Nach dem ersten Starkregen drückte aufgestautes Hangwasser durch eine undichte Fuge – der Keller stand 40 cm unter Wasser. Die Trockenlegung kostete nachträglich das Dreifache einer fachgerechten Dränplanung. Genau solche Szenarien vermeiden wir mit einer standortangepassten Bemessung, die sowohl den Bemessungsregen als auch die tatsächliche Andruckhöhe aus dem Grundwasserleiter berücksichtigt.

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Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.vip
Anwendbare Normen: DIN 4095:1990-06 (Dränung zum Schutz baulicher Anlagen), DWA-A 138:2016-04 (Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser), Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) mit nationalem Anhang DIN EN 1997-1/NA

Unsere Leistungen

Wir bieten zwei auf die lokalen Bodenverhältnisse zugeschnittene Leistungen an:

Hydraulische Feldversuche für die Dränbemessung

Open-End-Tests und Pumpversuche in Bohrungen bis 10 m Tiefe. Aus den gewonnenen Absenkungskurven bestimmen wir den kf-Wert und die Reichweite des Absenkungstrichters. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Dimensionierung von Ringdränagen und Längsdräns.

Bemessung und Planung von Dränsystemen

Auf Basis der gemessenen Durchlässigkeiten und der örtlichen Niederschlagsdaten erstellen wir ein hydraulisches Modell der Baugrube. Daraus leiten wir Rohrdurchmesser, Dränabstand und Filterkriterien ab. Die Planung erfolgt nach DIN 4095 und wird mit einem Nachweis der Standsicherheit der Böschung ergänzt.

FAQ

Wann ist eine geotechnische Entwässerungsbemessung in Bamberg erforderlich?

Sobald die Gründungssohle unter dem mittleren Grundwasserstand liegt oder wenn in Baugebieten mit tonigen Schichten zu rechnen ist. In Bamberg betrifft das praktisch jeden Kellerneubau in den Stadtteilen Gaustadt, Wunderburg und der Altstadt. Auch bei nachträglicher Kellernutzungsänderung ist die Bemessung Pflicht.

Welche Kosten sind für eine Dränbemessung zu erwarten?

Der Aufwand liegt je nach Bohrtiefe und Anzahl der Messstellen zwischen 670 € und 1.980 € netto. Enthalten sind zwei Feldversuche, die Laborauswertung und ein schriftlicher Bemessungsbericht mit Dränplan. Bei größeren Projekten mit mehreren Messpunkten steigt der Preis entsprechend.

Wie lange dauern die Feldarbeiten vor Ort?

Für eine Standardbohrung mit zwei Piezometern rechnen wir einen Arbeitstag. Die anschließende vierstündige Messung des Wasserstandsverlaufs läuft automatisiert. Der gesamte Prozess von der Bohranzeige bis zum Bericht nimmt etwa fünf Werktage in Anspruch.

Unterscheidet sich die Bemessung bei Hanglagen in Bamberg?

Ja, deutlich. In den Hangbereichen des Michelsbergs oder der Altenburg fließt Schichtenwasser oft oberflächennah. Hier reicht eine reine Grundwasserbemessung nicht aus. Wir berücksichtigen dann zusätzlich einen Bemessungszufluss aus dem Hang und dimensionieren eine Sickerpackung mit Drainmatten.

Welche Normen gelten für die Dränbemessung in Deutschland?

Primär die DIN 4095 von 1990, ergänzt durch das DWA-Arbeitsblatt A 138 für die Versickerung. Bei Bauvorhaben mit wasserrechtlicher Erlaubnis kommt zusätzlich die DIN 1986-100 zur Anwendung. Wir arbeiten stets nach dem aktuellen Stand der Technik und den Vorgaben der örtlichen Bauaufsicht.

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