Bambergs Altstadt, geprägt durch die Regnitz und den Main-Donau-Kanal, steht auf einer Mischung aus Flusssedimenten und tonig-schluffigen Terrassenablagerungen. Seit dem Mittelalter wurde der Untergrund durch Auffüllungen und Bebauung stark verändert. Diese geologische Vorbelastung macht eine fundierte Bewertung von quellfähigen Böden unverzichtbar, bevor man in Bamberg ein Bauvorhaben realisiert. Feuchtewechsel in den tonreichen Schichten führen zu Volumenänderungen, die Fundamente und Kellerwände gefährden. Wir kombinieren dafür die Bestimmung der Plastizitätsgrenzen nach DIN 18122 mit dem Quelldruckversuch im Ödometer, um die Schwellneigung präzise zu erfassen.

Ein Quelldruck von über 200 kN/m² bei voller Sättigung erfordert in Bamberg zwingend konstruktive Maßnahmen wie Bodenersatz oder bewehrte Gründungsplatten.
Arbeitsumfang in Bamberg
Kritische Bodenfaktoren in Bamberg
Ein typischer Fehler in Bamberg ist der Verzicht auf eine differenzierte Bewertung von quellfähigen Böden, weil man die Schichtfolge aus Sanden und Tonen für homogen hält. In der Praxis quillt der tonige Auelehm bei Starkregen oder nach Grundwasseranstieg um bis zu 10 % seines Volumens. Das hebt leichte Gebäude an und reißt Estriche, Fliesen und Putz. Bei einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Wunderburg traten nach einem feuchten Frühjahr Rissbreiten von 8 mm in der Außenwand auf – die Sanierung kostete ein Vielfaches der vorherigen Untersuchung.
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Unser Labor in Oberfranken bietet spezialisierte Untersuchungen zur Bewertung von quellfähigen Böden an, abgestimmt auf die Bamberger Bodenverhältnisse.
Quelldruckversuch im Ödometer
Messung des vertikalen Quelldrucks unter definierter Auflast nach DIN 18134. Geeignet für bindige Böden aus den Bamberger Auenbereichen. Ergebnis: Quelldruck in kN/m² sowie zeitlicher Verlauf der Quellung.
Freie Quellung und Klassifikation
Bestimmung der freien Quellung im Standzylinder nach DIN 18132. Kombiniert mit Plastizitätsgrenzen und Aktivitätszahl nach Skempton. Liefert die Einstufung des Quellpotenzials (gering/mittel/stark).
FAQ
Welche Böden in Bamberg sind quellfähig?
Quellfähig sind vor allem die tonig-schluffigen Auelehm- und Terrassenablagerungen entlang der Regnitz und des Main-Donau-Kanals. Diese enthalten Illit und Kaolinit, in geringeren Anteilen auch Montmorillonit. Die Plastizitätszahl liegt oft zwischen 25 und 45 %, was auf mittleres bis hohes Quellpotenzial hinweist.
Wie läuft eine Bewertung von quellfähigen Böden in Bamberg ab?
Zuerst wird eine Rammkernsondierung bis 6 m Tiefe ausgeführt. Aus ungestörten Proben folgt der Quelldruckversuch im Ödometer sowie die freie Quellung. Parallel werden Wassergehalt, Plastizitätsgrenzen und Korngrößenverteilung bestimmt. Die Ergebnisse münden in ein Gutachten mit Quellklassifikation und Handlungsempfehlung.
Was kostet eine solche Untersuchung in Bamberg?
Der Preis für eine Bewertung von quellfähigen Böden liegt in Bamberg zwischen 650 und 1.630 Euro, abhängig von der Anzahl der Proben und dem Umfang der Laborversuche. Bei einem Einfamilienhaus mit zwei Bohrpunkten und drei Ödometer-Versuchen sind etwa 950 Euro realistisch.
Welche Schäden verursacht quellfähiger Boden in Bamberg?
Typische Schäden sind Risse in Kellerwänden und Fundamentplatten, angehobene Bodenplatten, verzogene Türen und Fenster sowie Schäden an Estrich und Fliesen. In extremen Fällen können ganze Gebäudeteile um mehrere Zentimeter angehoben werden. Die Sanierungskosten übersteigen die Untersuchungskosten meist um ein Vielfaches.