Bamberg wuchs über Jahrhunderte auf den sieben Hügeln zwischen Regnitz und Main – die Altstadt steht auf Torf, Sanden und Kalkmerged des Miozäns. Die gewachsenen Verkehrswege, viele noch aus der Nachkriegszeit, wurden oft ohne systematische Bewertung bestehender Fahrbahnen dimensioniert. Heute zeigen sich Risse, Setzungen und Tragfähigkeitsverluste vor allem in der Innenstadt um den Grünen Markt und entlang der Willy-Lessing-Straße. Für eine fundierte Beurteilung kombinieren wir visuelle Aufnahmen mit zerstörungsfreien Verfahren und ergänzen die Analyse durch einen Druckversuch am Beton an Bohrkernen aus der Deckschicht. So lassen sich Restnutzungsdauer und Verstärkungsbedarf belastbar ableiten.

Eine Bewertung bestehender Fahrbahnen ohne Bohrkernanalyse und dynamischen Plattendruckversuch bleibt spekulativ – besonders auf den weichselzeitlichen Terrassen der Regnitz.
Arbeitsumfang in Bamberg
Kritische Bodenfaktoren in Bamberg
Vergleicht man die Befunde in der Wunderburg mit denen im Wiesenquartier am Ludwig-Donau-Main-Kanal, zeigt sich ein klares Muster: In der Wunderburg dominieren setzungsbedingte Längsrisse auf tonig-schluffigen Böden der Auelehme, während im Wiesenquartier Frosthebungen an sandigen Kiesen der Terrassen die Fahrbahnwellen verursachen. Bei der Bewertung bestehender Fahrbahnen in Bamberg ist es entscheidend, den Frostkoffer nach ZTV SoB-StB zu prüfen – fehlt er oder ist er zu dünn, entstehen bereits nach zwei Wintern Schäden. Wir empfehlen vor jeder Sanierung einen CBR-Versuch am Unterbau, um die Tragfähigkeit für die neue Dimensionierung zu kennen.
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Unser Leistungsspektrum für die Bewertung bestehender Fahrbahnen in Bamberg umfasst drei Kernbereiche – von der zerstörungsfreien Vorerkundung bis zur labortechnischen Analyse von Bohrkernen und Asphaltmischgut.
Zerstörungsfreie Zustandserfassung
Einsatz von Georadar (GPR) und Falling-Weight-Deflectometer (FWD) zur flächigen Kartierung von Hohlräumen, Schichtenaufbau und Tragfähigkeitsverlusten. Geeignet für innerstädtische Abschnitte mit hohem Verkehrsaufkommen.
Bohrkernentnahme und Asphaltanalyse
Entnahme von Kernbohrungen Ø 150 mm in Asphalt- und Betondecken. Bestimmung der Schichtdicke, des Bindemittelgehalts, der Rohdichte und des Hohlraumgehalts nach DIN 1996. Bewertung der Verformungsresistenz im Spaltzug-Schwellversuch.
Tragfähigkeitsbewertung des Unterbaus
Dynamischer Plattendruckversuch (Evd) nach TP BF-StB, CBR-Bestimmung und Klassifikation der Frostempfindlichkeit des Untergrunds. Ableitung von Sanierungsvarianten wie Fräsen, Überasphaltieren oder vollständiger Ersatz.
FAQ
Welche Schäden zeigen sich typisch an Fahrbahnen in Bamberg?
Häufig treten Längsrisse an den Fahrbahnrändern auf – verursacht durch setzungsempfindliche Auelehme der Regnitzniederung. Dazu kommen Netzrisse in Asphaltdecken, die älter als 25 Jahre sind, sowie Frosthebungen an sandigen Kiesen in den höher gelegenen Stadtteilen wie dem Stephansberg.
Welche Normen gelten für die Bewertung bestehender Fahrbahnen in Deutschland?
Die Bewertung stützt sich auf die RStO 12 für die Oberbaudimensionierung, die ZTV Asphalt-StB 07 für die Asphalttechnologie sowie die TP Asphalt-StB für die Prüfverfahren. Für den Unterbau sind die ZTV SoB-StB und die DIN 18196 maßgebend.
Kann eine Fahrbahnbewertung ohne Bohrkernentnahme durchgeführt werden?
Eine reine Oberflächenkartierung reicht nicht aus. Ohne Bohrkern lassen sich Schichtdicke, Hohlraumgehalt und Bindemittelzustand nicht bestimmen. Wir empfehlen mindestens drei Kernbohrungen pro 100 m Fahrbahnabschnitt, um statistisch gesicherte Aussagen zur Restnutzungsdauer zu erhalten.
Was kostet eine Bewertung bestehender Fahrbahnen in Bamberg?
Die Kosten für eine fachgerechte Bewertung liegen zwischen 1.120 EUR und 3.370 EUR – abhängig von der Länge des Abschnitts, der Anzahl der Bohrkernentnahmen und dem Umfang der labortechnischen Prüfungen. Für ein Angebot mit konkreten Parametern bitten wir um eine kurze Beschreibung der Fahrbahn und der Schadensbilder.
Wie lange dauert eine vollständige Zustandsbewertung?
Nach der Begehung und Bohrkernentnahme vor Ort benötigen wir etwa drei bis fünf Werktage für die labortechnische Analyse und die Erstellung des Prüfberichts. Bei dringenden Fällen (z. B. vor einer Ausschreibung) ist eine Expressbearbeitung innerhalb von 48 Stunden möglich.