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Bamberg, Germany

Bemessung flexibler Fahrbahnen in Bamberg – Grundlagen und Verfahren

Ein häufiger Fehler bei Kommunen und Baufirmen in Bamberg ist es, die Bemessung flexibler Fahrbahnen allein auf Standardtabellen zu stützen, ohne die wechselhaften Bodenverhältnisse im Regnitz- und Maintal zu berücksichtigen. Gerade auf den tonigen und schluffigen Sedimenten rund um den Domberg und die Innenstadt führt das schnell zu Rissen und Spurrinnen. Wir kombinieren die RStO 12 mit standortbezogenen CBR-Werten und CBR-Versuchen, um eine realistische Schichtdicke zu ermitteln. Nur so vermeiden Sie teure Sanierungen bereits nach wenigen Jahren und erhalten eine dauerhaft tragfähige Fahrbahndecke, die den lokalen Belastungen standhält.

Illustratives Bild von Bemessung flexibler Fahrbahnen in Bamberg
Allein die Frostempfindlichkeitsklasse F3 erfordert in Bamberg eine um 15 bis 20 cm dickere Asphalttragschicht als in sandigen Bereichen.

Arbeitsumfang in Bamberg

Die Böden in Bamberg unterscheiden sich grundlegend: Im Stadtteil Gaustadt finden sich sandig-kiesige Terrassen mit guter Tragfähigkeit, während die Wiesenstraße und die Bamberger Hafenanlagen auf weichen Auelehmen stehen. Für die Bemessung flexibler Fahrbahnen erfassen wir daher die Frosteindringtiefe (Zone II nach RStO 12), den mittleren jährlichen Schwerverkehr (Bemessungsklasse Bk1,0 bis Bk10,0) und die Untergrundklasse gemäß ZTV SoB-StB. Unser Labor führt dynamische Plattendruckversuche und statische Lastplattendrücke durch, um den Verformungsmodul Ev2 zu bestimmen. Typische Parameter sind:
  • Verformungsmodul Ev2 ≥ 120 MN/m² (Planum)
  • Frostempfindlichkeitsklasse F2 bis F3 (tonige Schluffe)
  • Anderungsfaktor a = 1,0 bis 1,2 (Tragfähigkeitsabfall)
Mit diesen Daten dimensionieren wir Asphaltdecken, die sowohl die sommerliche Hitze als auch die strengen Fröste im Bamberger Umland verkraften.
Bemessung flexibler Fahrbahnen in Bamberg – Grundlagen und Verfahren
ParameterTypischer Wert
Bemessungsklasse (RStO 12)Bk1,0 – Bk10,0 (je nach DTV-SV)
FrostempfindlichkeitsklasseF2 (sandige Schluffe) bis F3 (tonige Schluffe)
Mindest-Planum Ev2≥ 120 MN/m² (sonst Verbesserung nötig)
Frosteindringtiefe (Zone)II (ca. 90–110 cm)
Dickenzuschlag Frost (F3)15–20 cm über Standardausführung
Bindemittelgehalt Asphalttragschicht4,0–5,5 M.-% (Bitumen 50/70)

Kritische Bodenfaktoren in Bamberg

Bamberg liegt auf etwa 240 m ü. NHN im Regnitzgraben, wo Grundwasser oft nur 1,5 bis 3 Meter unter Gelände ansteht. Bei der Bemessung flexibler Fahrbahnen unterschätzen Planer häufig die kapillare Wasseraufnahme in den tonigen Lagen der Bamberger Altstadt und der Gärtnerstadt. Steigt Wasser in die ungebundene Tragschicht, verliert die Asphaltdecke binnen weniger Winter an Tragfähigkeit. Wir führen Frosteindringversuche und Wassergehaltsbestimmungen durch, um den Frost-Tau-Wechsel realistisch abzubilden. Nur eine korrekte Frostschutzschicht verhindert Aufbrüche und Setzungen im ersten Jahrzehnt.

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E-Mail: kontakt@geotechnik.vip
Anwendbare Normen: RStO 12 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen), ZTV SoB-StB (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für den Bau von Schichten ohne Bindemittel), DIN EN 13108 (Asphaltmischgut – Anforderungen), TP BF-StB (Technische Prüfvorschriften für Boden und Fels im Straßenbau)

Unsere Leistungen

Wir bieten Ihnen zwei zentrale Leistungen für eine fundierte Bemessung flexibler Fahrbahnen in Bamberg an:

Tragfähigkeitsuntersuchung und Frostschutzbemessung

Ermittlung des Verformungsmoduls Ev2 auf dem Planum, Bestimmung der Frostempfindlichkeitsklasse nach RStO 12 und Festlegung der erforderlichen Frostschutzschichtdicke. Inklusive dynamischer und statischer Plattendruckversuche sowie CBR-Tests an ungestörten Proben.

Asphaltrezeptur und Schichtdickenoptimierung

Basierend auf den örtlichen Boden- und Verkehrsdaten legen wir die optimale Asphaltsorte (AC 16, AC 22) und die Schichtdicken für Asphaltdecke, Asphalttragschicht und Frostschutzschicht fest. Berücksichtigt werden die Belastungsklasse, die örtliche Frosteindringtiefe und die Wasserverhältnisse.

FAQ

Welche Norm gilt für die Bemessung flexibler Fahrbahnen in Bamberg?

Maßgebend ist die RStO 12 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen) in Verbindung mit der ZTV SoB-StB. Zusätzlich fließen lokale Erkenntnisse zur Frostempfindlichkeit und Tragfähigkeit der Bamberger Böden ein.

Was kostet eine Bemessung flexibler Fahrbahnen für ein typisches Wohnstraßenprojekt in Bamberg?

Je nach Umfang der Feld- und Laboruntersuchungen liegen die Kosten für eine vollständige Bemessung (inkl. Plattendruckversuche, CBR, Frostklassifikation) zwischen 1.410 und 4.660 Euro. Bei größeren Bauvorhaben mit mehreren Prüfpunkten reduziert sich der Stückpreis.

Warum ist die Frostempfindlichkeit in Bamberg besonders relevant?

Die tonig-schluffigen Aueböden entlang von Regnitz und Main sind stark frostempfindlich (Klasse F3). Ohne ausreichende Frostschutzschicht kommt es bei Tauwetter zu Tragfähigkeitsverlusten und Rissen. Die Bemessung muss daher einen Dickenzuschlag von 15 bis 20 cm gegenüber Standardprofilen vorsehen.

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